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Die Nacht im Heu ist kurz. Gegen 7.00 Uhr kitzeln uns
die ersten Sonnenstrahlen wach und es ist bereits ziemlich warm auf dem
Heuboden. Überall verstreut liegen die »Leichen« der
vergangenen Nacht. Die drei Schweizer haben es nicht mehr die Leiter hinauf
geschafft und sich kurzerhand in den Hof gelegt, wo sie nun neugierig
von den umherlaufenden Hühnern beäugt werden. Kurz durchgezählt,
doch halt, einer fehlt: Wo ist Jürgen?
Als der Bauer auftaucht wird manches klarer. »Kollega« geht
es gar nicht gut und wurde deshalb von der mitfühlenden Bauernfamilie
im Wohnzimmer auf der Couch untergebracht. Weiß wie eine Wand schaut
er heute morgen aus der Wäsche und erinnert sich nur noch vage daran,
in der Nacht irgendwann Hals über Kopf aus dem Wohnzimmer und über
die verschreckten Hofschläfer hinweg zum Hühnerstall gestürmt
zu sein, wo er das verschreckte Federvieh »gefüttert«
hat
Zwischen Plumpsklo und Hühnerställen folgt die Morgentoilette
und langsam kommt Leben in die angeschlagenen Krieger
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 Zwischenzeitlich
rückt der Bauer Tische und Bänke zurecht und tischt das Frühstück
auf: Tomaten, Gurken, Schafskäse, Eier und weißen Speck. Dazu
gibt es Kaffee mit dem Schöpflöffel aus einem großen Suppentopf
und warme Büffelmilch. Unsere nach der gestrigen Nacht angeschlagenen
Mägen sind für den Bauern kein Problem, denn auch in Rumänien
gilt der Spruch, nach einer harten Nacht soll man am nächsten Morgen
mit dem beginnen, womit man am Abend aufgehört hat. Und schon steht
unser Bäuerlein wieder mit einem Tablett voller Schnapsgläser
unter uns. Na dann »norok«!
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