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Mit langen Stangen versuchen wir unser Gefährt wieder
frei zu bekommen. Kein leichtes Unterfangen, den die Strömung ist
stark und unser Floß wiegt über fünf Tonnen. Deshalb ist
besondere Vorsicht geboten, denn wenn sich die »Vaseline«
mit einem Ruck von dem Felsen befreit, dann ist so ein Gewicht nicht mehr
zu halten und wehe dem, der dann vorne vor dem Floß steht
 Stunde
um Stunde gleiten wir durch diese malerische und wilde Landschaft auf
die Karpaten zu. Störche nisten in den Bäumen am Flussufer,
bunte Eisvögel flitzen dicht über die Wasseroberfläche
Wieder stoßen wir auf Stromschnellen, gibt Käptn Vasile
das Kommando zum Absitzen, als das Floß an einer Kiesbank hängen
bleibt. Das Wasser ist hier zum Teil keine 30 Zentimeter tief und alle
sind gefordert, als es Schieben heißt
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Gegen Abend wird der Olt träge und breiter. Der braune
Strom umspült baumbestandene Auen und Inselchen. Langsam, sehr langsam
treiben wir dahin, während Gabi auf der Gitarre spielt
Das Ende des Siebenbürgischen Hochlandes ist nun fast erreicht und
als hinter einer Biegung vor uns die Karpatengipfel auftauchen, gibt Vasile
das Zeichen zum Anlegen. Unser Lagerplatz ist erreicht, eine malerische
Wiese oberhalb des Flusses. Nachdem wir das Floß entladen haben, werden
die Zelte aufgebaut,
das Lagerfeuer entzündet, auf dem schon bald ein Topf mit Gemüse
vor sich hin brutzelt und der Tag kann ausklingen. Zu Gabis Gitarrenklängen
summen um uns die Mücken. Nur gut, dass die Schweitzer nicht nur Ricola
Kräuterzucker, sondern auch das »Antibrumm« erfunden haben
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