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| Ötzi wir kommen! I | ||
| Unsere Abenteuertour 2001 beginnt früh sehr früh! Samstag, 21. Juli 2001. Um 04.00 Uhr morgens klingeln die Wecker und um 05.30 Uhr hieven wir auf Gleis 18 des Frankfurter Hauptbahnhofs bereits unsere schweren Rucksäcken in den wartenden IC, der denn auch pünktlich unserer diesjährigen Abenteuertour entgegenrollt. Eine Gletschertour im südtiroler Martelltal, eine alpine Erlebniswoche im Stilfserjoch Nationalpark und die Besteigung von fünf vergletscherten 3.000er Gipfeln mit Pickel und Steigeisen hatte der Prospekt der Bergsteigerschule Meran vesprochen. Darauf erst einmal einen ordentlichen Schluck aus der Pulle bzw. aus dem Fass. Unsere diesjährige »Harte-Männer-Tour« beginnt standesgemäß: Um 06.00 Uhr, noch bevor unser Zug Mannheim erreicht hat, ist unser 5-Liter-Fässchen »oahzapft« |
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Auf die deutsche Bahn ist in Sachen Pünktlichkeit
Verlass: Fahrplanmäßig kommen wir um 09.20 Uhr in München
an und müssen uns sputen. Gleiswechsel in nur zehn Minuten, denn auf
Gleis 12 steht schon der Anschlusszug, der EC mit Fahrtziel Rom. Rüber
übern Brenner, raus aus dem Zug in Bozen, rein in die Regionalbahn,
quer durch die südtiroler Apfelplantagen und pünktlich um 14.30
Uhr stehen wir in Meran
30 Grad, strahlender Sonnenschein und lecker warm. Um uns herum nichts als hohe Berge, die bestiegen werden wollen und das bei der Hitze? Ein Überlandbus bringt uns von Meran nach Goldrain im Vinschgau, wo wir Robert, unseren Bergführer, treffen. Ohne große Vorrede stopft er uns in das bereits wartende Sammeltaxi und los gehts, hinein in das Martelltal. Bis in die dreißiger Jahre hinein war das Bergtal von der Außenwelt wie abgeschnitten, vom Etschtal her nur über Fußwege, von Süden her nur mittels Überquerung der über 3.000 Meter hoch gelegenen Pässe zugänglich. Heute ermöglicht es die neu geteerte, schmale Straße Touristen diese verwunschene Bergwelt zu erkunden. In engen Kehren windet sich die Straße steil mit bis zu 14% Steigungen die letzten 25 Kilometer in das nur dünn besiedelte Martelltal hinein, immer den Windungen des reißenden Plimabaches folgend. Wir passieren Kirchdorf in 1.300 Metern Höhe, es folgt der Ort Martell mit seinen Erdbeerfeldern und die Staumauer des Zufrittsees. Kurz darauf scheint die Welt zu Ende zu sein, zumindest endet hier die Straße beim ehemaligen Hotel Paradies nomen est omen an einem Parkplatz; es heißt abladen. Robert peilt eine Seilbahn an. Seltsam, seit wann fahren Abenteurer und Extrembergsteiger Seilbahn? Nix da, nur unsere Rucksäcke werden in dem Lastenlift verstaut, der sich auf Knopfdruck in Bewegung setzt und weg sind sie |
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| Martelltal |