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Das Gewitter von gestern Abend hat sich wieder
verzogen. Als wir uns heute morgen auf den Weg zum Waschhaus machen, brennt
schon wieder die Sonne vom wolkenlosen Himmel herab. Das verspricht wieder
ein heißer Tag zu werden
Nach dem Frühstück gesellt sich Barbara zu uns an den Tisch
Lagebesprechung. Die Gruppeneinteilung von gestern Abend sah vor, dass wir
heute einen Tag zur freien Verfügung haben, den wir zu einer Erkundung
der Gegend nutzen wollen. Barbara schlägt uns daher eine Wanderung
durch den Mascun vor, einen mächtigen Canyon, der allerdings zur Zeit
zu wenig Wasser fürs Canyoning führt. Von dort kann man
dann nach Otin aufsteigen, eine verlassene Ortschaft, in der heute nur noch
wilde Ziegen leben. »Otin ist meine alte Heimat«, beginnt Barbara
zu erzählen. »Bis vor sieben Jahren habe ich selbst in Otin gelebt,
bevor ich dort weg bin und hier in Bierge die Casa Barbara gekauft habe.«
Gemeinsam mit ihrem Freund Manolo hat Barbara in Otin eine Bar oder Herberge
für Wanderer betrieben. »Immer wenn sich zu uns eine neue Gruppe
anmeldete, dann habe ich vorher frischen Kuchen gebacken«, gerät
Barbara ins Plaudern. »Manchmal sechs, sieben Kuchen, die gingen dann
weg wie nichts. Wir hatten keinen Strom und kein fließend Wasser in
Otin und mit dem Unimog musste man vier Stunden über Feldwege fahren,
bis man zur nächsten Straße gelangte.« Hört sich nicht
gerade nach dem Nabel der Welt an da müssen wir hin!!! |

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