Der Morgen beginnt mit einem leichten Ziehen in den Waden,
das sich beim Aufstehen auch in die übrigen Körperpartien erstreckt.
Muskelkater! Kein Wunder, nach der gestrigen Marathontour. Dagegen hilft
nur eine warme Dusche und ein eiserner Wille, den heutigen Canyon zu bestehen.
Nix für Weicheier eben
Barbaras Frühstück bringt uns schon wieder auf Trapp und auf der
Terrasse treffen wir auch unsere neuen Canyoningführer: Emilio und
Marco. Beide kommen aus Andorra, aber während Marco so Mitte 30 sein
dürfte und gestern Abend die zwei Stunden aus Andorra angefahren gekommen
ist, ist Emilio irgendwo in den Fünfzigern, aber drahtig wie eine spanische
Bergziege und lebt den Sommer über in einem Wohnwagen auf einem nahegelegenen
Campingplatz. Und noch etwas unterscheidet die Beiden: Marco spricht perfekt
Deutsch und Emilio nicht
Nach dem Frühstück gehts hinunter zum Zelt,
in dem die Neoprenanzüge hängen und wo sich auch unsere Ausrüstung
vom ersten Tag noch befinden müsste. Marco erklärt uns, dass wir
heute keine Gurte benötigen, da sich alle Steilstücke springen
lassen und wir uns deshalb nicht abseilen müssen. Nur wie hoch die
Sprungstellen sind, das verrät er nicht