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 Was
für einen Wochentag haben wir eigentlich? Keine Ahnung! Hier in der
Sierra de Guara verliert man jedes Zeitgefühl. Was zählt ist allein
die Herausforderung des Canyons, die nächste Schlucht, der nächste
Wasserfall, der nächste Sprung in die Tiefe. Und heute steht auch wieder
ein Canyon an, nachdem sich die Gewitter endgültig verzogen haben.
Bereits morgens um 9.00 Uhr strahlt die Sonne vom blauen Firmament und nachdem
wir unter den schattenspendenden Bäumen auf Barbaras Terrasse unser
Müsli gelöffelt und unseren Kaffee geschlürft haben, machen
wir erst einmal Inventur. Inspektion unseres Krankenlagers. Der gestrige
Ruhetag hat unseren drei Verwundeten augenscheinlich gut getan. Wenngleich
die geprellten Rippen noch schmerzen, wollen Henri und Frank heute in jedem
Fall wieder mit und unser friesisches Urgestein strotzt nur so vor Tatendrang.
Dann wollen wir uns doch mal Jürgies Füßchen näher
betrachten
Ooops das ist aber nichts für schwache Nerven. Die tiefe Fleischwunde
ist zwar etwas abgeheilt, aber ehrlich gesagt hilft da wohl nur eins: Amputieren
Aber noch bevor Olli mit seinem rostigen Fleischermesser den entscheidenden
Schnitt ansetzen kann, ist Madame Morin zur Stelle. Fachmännisch besieht
sie sich Jürgens Fuß. Dann besorgt sie sich aus Barbaras Hausapotheke
Jod, Desinfektionsmittel, einen Sprühverband und eine Kompresse, Strumpf
drüber und fertig ist
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