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Geschwind kraxeln wir die in den Fels gehauenen Stufen
hinauf und bewundern erst einmal die tolle Aussicht hinunter in die thrakische
Tiefebene, die sich bis zu dem gegenüberliegenden Balkangebirge erstreckt,
und das tief unter uns liegende Assenovgrad. Währenddessen bereitet
Petr, unser Abseilexperte, schon mal alles für unsere Kletternummer
vor. Die Helme werden passend gemacht, die Klettergurte bereitgelegt und
das alles entscheidende Sicherungsseil um einen ziemlich altersschwach wirkenden
Baum gewickelt na, wenn das man hält
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Dann weiht uns Petr in die Rapeltechnik ein, mit der wir
uns gleich die 25 Meter hohe Steilwand hinunterlassen sollen. Das Rapel
ist eine etwa 20 Zentimeter lange Schiene, die aus mehreren Kupferrollen
besteht, über die unser Seil läuft und die sich im Zweifel zusammenziehen
und so das Seil abbremsen. Der Trick, so erklärt uns Petr, bestehe
in dem Winkel des Seils zum Rapel. Je kleiner der Winkel, desto mehr werde
das Seil abgebremst und das Abklettern so gestoppt. Skeptische Blicke machen
die Runde, ob das wohl funktioniert. Frankie meint, er habe im Internet
gelesen, dass man diese Klettertechnik in Europa nicht mehr benutze, weil
sie nicht sicher genug sei. Na super: ein altersschwacher Baum, an dem unser
Seil befestigt wurde und eine Bremstechnik, die man nur noch in Bulgarien
einsetzt. Instinktiv geht unser Blick gen Himmel, aber es sind keine
Geier zu sehen
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