Sonntagmorgen in Bulgarien. Um 8 Uhr dringt heißer
Wasserdampf unter der Badezimmertüre hindurch in unser Zimmer. Olli
widmet sich bereits seiner obligatorischen Duschzeremonie, während
der Rest der Truppe noch in den Federn liegt. Aber als so langsam die ersten
Sonnenstrahlen ins Zimmer dringen, kommen auch die anderen in die Gänge,
so dass sich pünktlich um 9 Uhr alle auf der Terrasse zum Frühstück
einfinden
Bei Speck und Eiern lauschen wir Dimitris Ausführungen über das
heutige Tagesprogramm. Von dem Sonnenschein werden wir wohl nicht viel zu
sehen bekommen. Heute geht es unter die Erde. Auf dem Programm steht eine
mehrstündige Höhlenexkursion mit Petr und Petja. »Nehmt
Euch warme Pullover mit«, rät uns Dimitri, »auch wenn es
heute draußen wieder richtig heiß wird, in der Höhle herrschen
kaum mehr als 7 Grad«
Um 10 Uhr sind wir abmarschbereit. Mit den beiden Autos
geht es zunächst über die Landstraße von Assenovgrad Richtung
Plovdiv. Nach etwa einer Stunde Fahrzeit erreichen wir die Außenbezirke
von Bulgariens heimlicher Haupt- und nach Sofia zweitgrößten
Stadt. Auf den überbreiten Einfallstraßen herrscht so gut wie
kein Verkehr, so dass wir bereits nach wenigen Minuten den Bahnhof erreichen.
Für uns Fünf geht es von hier mit dem Überlandbus weiter
Richtung Höhle, während Dimitri, Petr und Petja gemeinsam mit
der Ausrüstung im Passat nachfolgen. Für eine Handvoll Lewa besorgt
uns Dimitri die Fahrkarten, während wir höchstvorsorglich nochmal
die köstlichen öffentlichen Toiletten aufsuchen