
|
Wetterumschwung die ganze Nacht hat der Regen auf
das Wellblechdach vor unserem Fenster geprasselt und morgens hängen
immer noch graue Regenwolken in den Wipfeln der Bäume. Nach dem Frühstück
wird Kriegsrat gehalten. Eigentlich sollte heute direkt die zweite Mountainbiketour
hinunter zu einem Schwimmbad folgen, aber zum einen sind unsere Allerwertesten
heute wahrlich noch nicht auf Fahrradsättel gestimmt und zum anderen
erfüllt die Schwimmbadaktion bei dem Wetter nun wahrlich nicht ihren
Zweck. Dimitri hat keine Chance nach zwanzig Minuten ist er überstimmt
und das Tagesprogramm von Grund auf geändert: wir gehen ins Kloster
 Per
Handy organisiert Dimitri unseren Taxifahrer von gestern Abend, dessen quietschgelber
Mercedes um 10.00 Uhr am Wendeplatz auf uns wartet. Jetzt heißt es
Aufsitzen und los gehts. Unser Taxifahrer grinst. »Ich
Marian«, stellt er sich uns vor, während er das Fenster herunterkurbelt,
um sich sicherlich nicht seine erste Zigarette anzuzünden. Mit Händen
und Füßen erklärt er uns in einem Gemisch aus Englisch,
Russisch und ein paar Brocken Deutsch, dass er in Assenovgrad wohnt, geschieden
ist und gerne in Frankfurt Taxi fahren würde. Wer will ihm das verdenken
ein Zuckerschlecken ist das Leben hier am Rande der Rhodopen sicherlich
nicht. Aber bevor wir das Gespräch mit Marian weiter vertiefen können,
tritt der erst einmal auf die Bremse. Hinter einer Kurve kommt uns auf der
Straße ein Kuhhirte mit seiner Herde entgegen
|


|