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Der
Morgen beginnt mit einer Überraschung. Während der Nacht haben
wir Nachbarn bekommen und was für welche. Direkt neben uns hat in den
frühen Morgenstunden eine über 25 Meter lange, bronzemetallic
glänzende Wally-Yacht, eine jener futuristischen Millionenyachten,
deren modernes Design aus der Feder des italienischen Yachtkonstrukteurs
Luca Brenta stammt und in der Yachtszene seit einigen Jahren für Furore
sorgt. Hier ist alles vom Feinsten: Fender und Leinen sind Ton in Ton mit
der Bootsfarbe, in dem Großbaum verbirgt sich ein aufgerolltes Kevelaer-Großsegel
und der Steuerstand gleicht mit seinen Knöpfen und Monitoren eher dem
Cockpit eines Jumbojets. Dort lümmelt sich wichtig der langhaarige
Skipper herum, der sich in Begleitung zweier nicht übel anzuschauender
Hostessen befindet. Nur vom Eigner ist weit und breit nichts zu sehen. Der
kommt erst in den nächsten Tagen, wie wir erfahren, und ist denn auch
nicht einfach irgendwer der millionenschwere Traum eines jeden Seglers
gehört einem der Haffa-Brüder, die vor wenigen Jahren ihren Laden
EM-TV vor die Wand gefahren haben. Wie gut, dass ihnen wenigstens ihr bescheidenes
Spielzeug geblieben ist
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